2018 | Greifensee ZH, Landenberghaus | Baubegleitende Befunddokumentation

Das sog. Landenberghaus, auch Schlossscheune oder Palas genannt, liegt im mittelalterlichen Städtchen von Greifensee unmittelbar am See. Südöstlich der mittelalterlichen Burg gelegen, sind seine Südwest- und Nordwestfassaden Teil der Stadtmauer. Weiter gegen Südosten schliesst unmittelbar das Pfarrhaus an. Beim Landenberghaus handelt sich um einen zweigeschossigen, längsrechteckigen Bau mit Satteldach und Treppengiebeln in Massivbauweise. Die stadtseitige Trauffassade ist in Leichtbauweise ausgebildet. Ursprünglich als mittelalterlicher Wohnbau mit Repräsentationscharakter errichtet, wovon noch die zwei Sitznischenfenster mit Biforen zeugen, änderte sich in der Frühneuzeit die Nutzung zu einem Ökonomiebau mit Stall und Scheune und schliesslich ab 1969/70 zum Gemeindezentrum von Greifensee.

Im Zuge des aktuellen Totalumbaus erfolgt die Auskernung der Einbauten von 1969/70 sowie eine Unterkellerung. Die Denkmalpflege des Kantons Zürich beauftragte für die ergänzenden bauarchäologischen Untersuchungen die ProSpect GmbH.

Hans Konrad Gyger, nach 1642 (Zentralbibliothek Zürich).